Mehr Verbrauch im Winter beim KIA PlugIn-Hybrid

Beim KIA PlugIn-Hybrid wird für die Heizung der Motor benötigt. Wer jetzt weiterhin möglichst ohne Verbrennungsmotor unterwegs sein möchte, muss auf die Sitz- und Lenkrad-Heizung zurück greifen. Aus irgend einem Grund geht das sogar bis knapp unter 10°C ohne zu frieren.

Wer jedoch nicht auf den gewohnten Komfort in Form vom molliger Wärme verzichten will, muss zumindest gelegentlich mit dem laufenden Motor leben. Dabei bleibt der Antrieb Elektrisch und es wird auch ETWAS Strom produziert, was den elektrischen Verbrauch etwas reduziert. So zumindest mein Gefühl b.z.w. meine Beobachtungen.

Gelegentlich entscheide ich mich dann komplett in den Hybrid-Modus zu wechseln, wenn ich eh eine länger Strecke vor mir habe und Strom für die Stadt behalten möchte.

Mein derzeitiger durchschnittlicher Benzinverbrauch liegt bei 2,9L/100Km seit dem Kauf und ich hoffe bei wärmerem Wetter wieder häufiger ohne Heizung fahren zu können.

Mit meiner Ladebox habe ich in 2017 368,79kWh und 2018 (bis jetzt) 250,09kWh geladen. Gefahren bin ich nun fast 7000Km und habe immer noch Spaß am Benzin sparen.

Eine eigene WALLBOX zum Laden im Hof

Vor einigen Tagen kam auch meine bestellte WALLBOX PULSAR TYP 2. Für meine Zwecke, vermutlich/hoffentlich die beste Lösung.

Die Notwendigkeit einer solchen Box ergibt sich aus folgenden Gründen:
-Das Schuko-Kabel (Notladegerät) braucht etwa 7 Stunde, bis der Wagen bei leerem Akku wieder Voll ist.
-Das ständige Aus- und Einpacken mit abwischen des Kabels beim Ankommen oder Wegfahren nervt immer mehr, sodas ich nicht jedesmal lade, wenn ich nach einer wirklichen Kurzstrecke zurück komme.
-Schlechte Übersicht der jeweiligen Lademenge (wird im Laufe der Zeit sicher weniger wichtig/interessant werden).

Lange habe ich gesucht und verglichen, um das richtige Modell für meine Vorstellung zu bekommen. Viele preiswerte Modell sind in normalen Schaltkästen, wie Bausätze anmutend untergebracht und haben nur 1 Phase, was die Ladeleistung beschränkt. Teilweise mit 400V Steckern und Andere zum direkten Anschluss. Einige nur vom Fachmann zum Anschließen freigegeben und wieder Andere zur Selbstmontage. Dann gibt es Modelle mit Protokollieren bis hin zu externen Abrechnungssystemen und welche, für die man einen Kleinkredit aufnehmen muss.  ??? Auch technisch gibt es unterschiede wie TYP 1 oder TYP 2 in Verbindung mit MODE 1, 2 oder 3. Dabei handelt es sich dann um Unterschiede bei den Anschlüssen/Steckern und den Fähigkeiten mit dem Auto zu kommunizieren.

Auch wenn ich selbst nur mit 3,8kWh laden kann und Kia auch nur 1 Phase unterstützt, wollte ich meinen Möglichkeiten entsprechend die vorhandene 400V Leitung ausnutzen und mindesten eine 11kWh Box installieren. Somit brauche in zwingend ein Gerät, dass 3 Phasen unterstützt. Der Wagen nimmt sich dann eben nur dass, was er kann. Sollte aber in naher Zukunft mal ein Freund oder Kunde mit einem E-Auto kommen, kann er dass auch bei mir ordentlich laden.

Ein Abrechnungssystem wie bei den NEWMOTION LADESYSTEMEN war zunächst meine erste Wahl, was aber ein monatliche Gebühr von bis zu 12€ mit sich bringt. Dann bin ich über diese WALLBOX PULSAR TYP 2 gestoßen. Ein sehr schönes und wirklich kleines Gerät mit einer Bluetooth-Schnittstelle, Wasserdicht und bis 22kWh zu verwenden.

Nach langen Überlegungen habe ich mich dafür entschieden, da ich fast alle meine Vorstellungen damit zu einem ordentlichen Preis realisieren kann. Der Anschluss war recht schnell erledigt, auch wenn laut Handbuch, dringend ein Fachmann konsultiert werden soll. Nach kurzer Zeit konnte ich schon das erste Mal den Wagen an den begehrten Saft hängen. Und im Auto war zu sehen, dass nach 30 Minuten alles wieder voll sein soll.  ;D

Dabei fällt dann auf, dass das gute Stück wie wie ein Christbaum leuchtet. Je nach Zustand (Standby, Bluetooth, Update, Laden, Akku voll …) ändert sich die Farbe oder läuft im Kreis. Also so im China-Stil, wo immer alles blinken und leuchten muss. Das mein Installationsplatz am Haus im freien ist, wurde das zunächst mit wenig Begeisterung von mir aufgenommen.

Als weniger einfach hat sich die Anbindung an die APP erwiesen, da sich heraus stellte, dass ein Account beim Hersteller notwendig ist. Das kann ich ja besonders gut leiden! >:D Da ich aber eh damit gerechten hatte, wenn ich ein Modell mit Abrechnung verwendet hätte, war ich nicht mehr ganz so abgeneigt, mich der Anmeldeprozedur zu stellen. Doch auch danach, wollte eine intuitive Verbindung nicht auftreten. Also nach einem Hinweis im Handbuch gesucht, wo das Thema APP erst garnicht zu finden ist. Auch im Internet nur mit einigem an Mühe zu finden, lag die notwendige Vorgehensweise nun vor.

Ich möchte nicht wissen, wieviele Kunden jetzt aufgeben haben und fremde Hilfe in Anspruch genommen haben. Es muss genau das Gerät mit UID und SNR eingetragen werden, dann tauch ein völlig anderes Gerät auf. Damit muss man sich dann verbinden und wird zum Update aufgefordert. Jetzt soll die Box, welche vorher fest verkabelt wurde und verschossen ist, wieder vom Strom getrennt werden. Nach dem Neustart, nochmal genau das gleiche: Update. Erst jetzt wird die Box tatsächlich aktualisiert. Dieser doppelte Weg steht tatsächlich so im Handbuch. Danach sind immer noch 2 Boxen in der APP zu sehen. Die eine mit der UID und SNR als OFFLINE und eine Andere, ohne Daten. Wenn ich die Andere auswähle, bekomme ich die Infos über die Box. Natürlich nicht die vom Ladevorgang, den ich 60 Minuten vorher gemacht habe. Das Protokoll ist leer.

Der Hersteller lobt die Lösung mit Bluetooth, weil kein WLan oder GPRS/UMTS/LTE notwendig sei. Jetzt kommt aber der Clou. Ich brauche ein Smartphone, mit Bluetooth und einer Onlineverbindung über WLan oder GPRS/UMTS/LTE, um z.B. das Update durchzuführen und die Daten der Box in die Datenbank zu schicken. Aber das ist wahrscheinlich höhere Physik, die ich nicht mehr verstehe. :D

Da nun der Wagen aber bereits voll ist, kann ich im Moment keinen Ladevorgang starten und sehen, wie dass dann aussehen wird. Schön ist bereits jetzt, dass ich das Kabel nicht mehr ständig Aus- und Einpacken muss, sondern nur noch aus der mitgelieferten Halterung nehmen und ins Auto stecken muss. TOLL  ;D

Gesamtdurchschnitt 2,2 Liter pro 100Km im KIA PlugIn-Hybrid

Gestern war mal wieder eine längere Strecke zu bewältigen. Es ging zu einer Kundin mach Bad Nauheim, wo keine Lademöglichkeit zum Laden in der Nähe ist.  Da von vornherein klar war, dass nicht mal eine Strecke rein elektrisch gefahren werden kann, bin ich bis zur Autobahn im E-Betrieb gefahren, auf der Autobahn im Hybrid-Modus und in Bad Nauheim wieder elektrisch. Auf dem Rückweg über Bad Camberg das Gleiche.
Der Gesamtdurchschnitt ist dabei auf 2,2 Liter pro 100Km geklettert.

Wieder im Büro angekommen waren es dann, 160Km mit 3,6 Liter Verbrauch und der Akku hat noch Saft für  19Km angezeigt.

Der Wagen hat jetzt etwa 880Km runter und immer noch mehr als 3/4 der ersten Tankfüllung an Board. Ein Ergebnis, mit dem ich mehr als gut leben kann.

Das erste Mal Strom tanken


So sieht die Info eines Tankvorgangs mit PlugSurfing nach dem Laden in der App aus. Dieser Preis setzt sich zusammen aus 0,3€ pro Kw/h und 0,02€ pro Minute. Das Parken selbst wird nicht zusätzlich berechnet.

In der selben Zeit hätte ich im Parkhaus 10€ bezahlt und den Strom umsonst bekommen. So gesehen also immer noch günstiger.

Obwohl man e-Mobilität fördern will, sind die meisten Ladestationen teurer als das Laden zu Hause. Dort kann man mit einem separaten Zähler sogar einen Sondertarif mit etwa 30% Nachlass bekommen. Da frag ich mich, warum das an den Stromsäulen nicht auch gemacht wird.
… weil man da noch mehr verdienen kann.

Auf Dauer hilft also nur, den Strom selbst zu produzieren, sonnst wird das bald teurer als Benzin zu tanken.

Der Wagen schaltet automatisch in den Hybrid-Modus.

Bin im E-Modus zum Flughafen gefahren und wenige Km vor dem Ziel hat sich der Wagen selbst in den Hybrid-Modus umgeschaltet. Elektrische Reichweite war auf 0. Da ich die ganze Zeit telefoniert habe, hab ich auch garnicht auf irgend was geachtet.

Da ich etwas gebraucht habe, meine erste Aktivierung einer Ladesäule zu starten, hab ich vergessen die Statistik abzurufen.

Heute war die erste längere Fahrt mit dem KIA Plug-In Hybrid

Heute war die erste längere Fahrt, die nicht mehr rein elektrisch zu realisieren war. Kurz vor Ende der elektrischen Reichweite, hab ich noch ein Erinnerungsfoto von der Statistik gemacht.

Das tut sch weh, wenn der Verbrauch dann wieder nach oben geht, weil die Möglichkeit zu laden nicht gegeben ist.An Ziel angekommen gab es in etwa 900m Entfernung eine Ladestation. Diese ist aber bei einem Mitsubishi Händler.
Diese müssen mindestens 1 Lademöglichkeit zur Verfügung stellen, um die Qualifikation zum Green-Mobil-Händler zu erhalten, was die Voraussetzung ist, diese Autos zu verkaufen und zu warten.

Der Mitsubishi Händler, bei dem ich die Probefahrt gemacht habe, hat mir das erklärt und seinen Unmut darüber angehängt, dass es wenig Freude verbreitet, wenn Fremdfabrikate vor dem Autohaus stehen und geladen werden.

Vermutlich hat aus diesem Grund dieser Händler die Station in seinem Hof gebaut. Das hab ich dann nicht übers Herz gebracht, da rein zu fahren. Zudem gab es da ein Hoftor und eingesperrt wollte ich wirklich nicht werden. 

Nach meinem Termin war also immer noch kaum Strom an Board und ich musste mit erhöhtem Benzineinsatz zum nächsten Kunden fahren. Dort konnte ich eine angeschlossene Kabeltrommel zum Laden organisieren, was aber nicht wirklich geholfen hat, da diese bereits nach wenigen Minuten, durch eine ausgelöste Sicherung ohne Funktion war.

Also ging es weitere 70Km ohne volle Batterie nach Hause. Dennoch zeigt die Statistik 2,0l/100Km. Ein wirkliches Luxusproblem, dass ich darüber irgendwie traurig bin, denn 0,9 ist irgendwie noch geiler.   

Hier zeigt sich einerseits der Vorteil des Hybrid, mit dem ich auch ohne Strom weiter fahren kann, aber auch die Paradedisziplin: KURZSTRECKE, für die das Auto optimal ist.

Freuen kann ich mich auch, dass mittlerweile ca. 350Km gefahren sind und die Tanknadel immer noch auf voll steht.

Gruß Michael

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5Kw nach 24Km = etwa 5€/100Km mit KIA Plug-In Hybrid

Gestern hatte ich
5Kw nach 24Km = etwa 5€/100Km
laden müssen und heute waren es
5,6Kw für 30Km = etwa 5,22€/100Km
Dazu habe ich mir eine Steckdose nach Außen gelegt, wo der Wagen immer direkt nach Ankunft angestöpselt wird. Im Moment mache ich das noch mit dem EINEN Kabel, welches ich im Kofferraum habe, was etwas umständlich ist. Sobald ich mich aber für eine Ladebox entschieden habe, hängt das Kabel dann zum greifen an der Wand und ich muss das mobile Kabel nicht immer aus- und einpacken.

Ich schaue immer wieder nach Abrechnungssystem für Stromtankstellen und alle werben massiv damit, das der Strom an ihren Säulen aus 100% regenerativen Quellen stammt. (ob das stimmt?)

Dank der Möglichkeit, den Status dieser Säulen online abzufragen sieht man, dass meistens kein Auto dran hängt. Aber es gibt immer Warnungen, dass sie oft von Benziner zugeparkt sind. Wenn jetzt jemand darauf angewiesen ist, hat er ein ernstes Problem.

Diverse Diskussionen mit Freunden und Kunden habe mich mittlerweile auch in die Richtung gebracht, dass man solche Falschparker empfindlich zur Kasse bitten müsste, um das Problem zu lösen. Denn was man so liest, ist es anscheinend auch ein wichtiges Kriterium für mache, kein E-Auto zu kaufen, da sie Angst haben, dann liegen zu bleiben.  ???

Mein geplantes Abenteuer am Freitag zum Flughafen zu fahren, hat schon so einige Überlegungen hervorgebraucht.
2 Parkhäuser am T1 haben kostenlosen Strom zum Laden. Eines hat 8 Ladeplätze, die gerne zugeparkt werden und kostet 5€ für die erste Stunde und 28€ ab der zweiten als Tagesticket. :( Im Tankstellenfinder wird geraten vor der Schranke aus zu steigen und zu schauen, ob noch ein Platz frei ist, bevor man einfährt, auch wenn der Online-Status frei anzeigt. Im anderen Parkhaus kostet es pro Stunde 5€, hat aber nur 3 Ladeplätze. Hier ist das Risiko größer, keinen Platz zu bekommen.

Eine weitere Möglichkeit und für mich die zuverlässigste, ist im angrenzenden Baugebiet, etwa 1,6Km entfernt einen Ladepark aufzusuchen. Dort kann man kostenlos parken und bezahlt dafür den Strom zu 0,31€/Kw. Zu Fuß sind es etwa 600m zum T2, wo ich dann mit der Hochbahn zum T1 fahren will.

Der Benziner springt zum Heizen an im KIA Plug-In Hybrid

Heute morgen war es noch etwas frisch und kurz nach dem Starten sprang auch der Benziner an, um die Heizung zu erwärmen. Das wäre einer der wenigen Momente, wo der Mitsubishi einen Vorteil darstellt. Der betreibt auch die Heizung elektrisch und sogar als Standheizung mit Programmierung und Fernsteuerung. Natürlich zu Lasten der Batterie, außer er hängt noch am Strom.

Da es aber eben noch nicht wirklich kalt war, habe ich auf die Heizung verzichtet und der Benziner ging sofort wieder aus.

Natürlich sieht man diesen kleinen Rülpser sofort auf der Tagesstatistik.

Bin mal gespannt, wie weit mein Ehrgeiz geht, bei dem Versuch möglichst lange mit einer Tankfüllung zu fahren. Auch heute standen nur kurze Fahrten auf dem Programm. Zuerst zum Stromanbieter von Limburg, um mir deren Ladekarte zu besorgen. Jetzt warte ich nur noch auf mein bestelltes Ladekabel, dann kann ich in Limburg kostenlos Strom laden. 

Anschließend gab es einen Besuch beim Touareg, um die Schilder und restliches Arbeitsmaterial abzuholen.

Der nächste Stop war die Zulassungsstelle, bei der ich auf Grund von Personalmangel, auch zum Abmelden eine Nummer ziehen musste. Wieder zurück in die Stadt zum Autohändler, der den VW gekauft hat und die Papiere abgeben.

Auf dem Heimweg noch einige Kleinigkeiten zum Essen kaufen und das Auto wieder ans Ladegerät. Genau dafür ist der Wagen gemacht. Kleine kurze Strecken in der näheren Umgebung. Was im Moment noch blöd ist, sich zu entscheiden, die Ruhe beim Fahren zu genießen oder die Harman/Kardon Anlage aufzudrehen, weil der Sound so geil ist.

Ich würde sagen, ein echtes Luxusproblem.

Die Bemühungen einen wirtschaftlichen Fahrstiel zu beherzigten, tragen aber schon Früchte. Die Gesamtstatistik bringt durchaus muskelaktivierte Gesichtszüge hervor.

Da ich weis, dass der Motor dabei einige Male nur zum Test lief, wird da sicher noch Veränderung stattfinden.

Gruß Michael

Vom Diesel zum Plug-In Hybrid

Vor einigen Wochen ist mir der Touareg mit knapp 150000Km liegen geblieben. Eine Überprüfung hat alle 6 Injektoren und Kolben als defekt offen gelegt. Eine Reparatur des teuren, wertstabilen und qualitativ hochwertigen Wagens ist dank der aktuellen Situation von VW in Kombination mit einem Diesel-Motor und durch die derzeitige politische Diskussionen nicht mehr rentabel.

Deswegen habe ich den defekten Wagen für einen Symbolischen Preis verkauft und mich auf die Suche nach Ersatz gemacht. Zunächst habe ich mich noch für Leasing eines Diesel interessiert, was aber auch nicht mehr so einfach ist, weil die Leasing-Firmen keine Lust mehr auf Wertvernichtung haben und den Restwert derzeit extrem niedrig ansetzen.

Somit wieder zurück zu Benzin, was aber sicher nach erfolgreicher Entwertung der Diesel als nächsten dran kommt. Ein E-Auto kommt leider nicht in Frage, weil gelegentlich auch größere Distanzen gefahren werden müssen und mir die Aussage: „Emissionsfrei“ voll gegen den Strich geht. Dennoch könnte ich mir vorstellen, dass in nicht allzu langer Zeit, in einigen Problemstädten Einschränkungen zu erwarten sind.

Also habe ich mich in Kürze, sehr intensiv mit dem Thema Elektromobilität beschäftigt. Da entdecke ich den Unterschied von Hybrid zu Plug-In-Hybrid. Diese Fahrzeuge haben zwar weniger elektrische Reichweite als reine E-Autos, aber einige von ihnen werden dennoch als gleichgesetzt behandelt. Die Auflagen dazu sind mindestens 30Km (40Km ab 2018) rein elektrisch und höchstens 50mg Co2. Diese Autos sind noch teurer als reine E-Autos, was die Suche nach möglichen Vorteilen erforderlich machte.

In Limburg gibt es z.B. ähnliche Problem wie in Stuttgart, auch wenn es nicht ganz so öffentlich publiziert wird. Limburg will aber schon länger mit anderen Mitteln, als einer Umweltzone an das Problem ran gegen. Somit gibt es unter Anderem, wie in manchen Großstädten eine Initiative zur Förderung der Elektromobilität. In der Praxis sieht das so aus, dass der lokale Energieversorger bereits 4, im Stadtgebiet verteilte Stromsäulen zum kostenlosen Laden gebaut hat und auch das Parken für E-Autos kostenlos ist/werden soll. An einigen Säulen kann bereits kostenlos geparkt werden. Laut Pressemitteilung gibt es Planungen, wie man kostenloses Parken in Parkhäusern realisieren könnte. Voraussetzung ist ein Kennzeichen mit einem E am Ende, ähnlich wie das H-Kennzeichen. Oben genannte Plug-In-Hybriden bekommen ebenfalls dieses E-Kennzeichen.

Wenn ich mich jetzt nicht selbst verarschen will, gehe ich davon aus, dass mein neues Fahrzeug auf jeden Fall Emissionen verursachen wird. Dabei ist es völlig egal, was es für einen Antrieb hat. Allerdings halte ich die Überlegung, dieses Emissionen aus der Stadt raus zu halten, für einen durchaus vorstellbare Lösung.  Unter diesem Gesichtspunkt habe ich meine sture Abneigung gegenüber E-Mobilität erneut geprüft und eine Begutachtung, relevanter Fahrzeuge in die Wege geleitet.

Als frustrierter Kunde und deutscher Bürger, ärgere ich mich derzeit so sehr über die dreiste Arroganz der deutschen Autoindustrie und gebe aus aktueller Erfahrung einen Sch… auf die vermeintliche Wertstabilität von deren Autos. Somit sind diese üblichen Verdächtigen auf meiner Ignore-Liste.

Als SUV Fahrer gibt es tatsächlich auch ein passendes Model von Mitsubishi. Der Outlander hat einen elektrischen Allradantrieb und der 1,6l Motor wird nur als Generator verwendet. Leider mutet die Innenausstattung mit dem vielen Plastic und einer Rückbank wie ein Holzbrett nicht gerade angemessen für diese Preisklasse an. Eine einstellbare Rückgewinnung im Stiel einer Motorbremse bei LKW, gefiel mir zwar recht gut, stellt aber laut Verkäufer die meisten Interessenten ins Aus. Der normale Autofahrer will nicht so viel mitarbeiten um die max 51Km Reichweite zu erzielen. Der wirkliche tolle Verkäufer hat zudem zugegeben, dass er selbst mit intensiver Bemühung noch keine 42Km erreicht hat.

Aus einem weiteren Gespräch mit Selbstbeweihräucherungcharakter wurde von der außergewöhnlichen Anhängelast von 1,5to gesprochen. Das hat mich daran erinnert, dass auch eine AHK von Nöten ist und plötzlich ist die Auswahl auf 2 Fahrzeuge geschrumpft. Neben dem Mitsubishi ist nur noch der der Kombi von KIA ebenfalls mit AHK 1,5to zu bekommen. Dennoch habe ich die Probefahrt mit dem Hyundai Ionic nicht abgesagt und die Erfahrungen durchaus verwerten können. Die Steuerung ist dem Kia sehr ähnlich um nicht zu sagen identisch, aber der kleine 1,6l Motor kommt ähnlich dem Mitsubishi, etwas schwachbrüstig und dennoch aufbrausend ins Bewusstsein. Auch hier entwickelt das viele Plastic, im Vergleich zum Kia eine Umgebung ohne wirklichen Wohlfühlcharakter, die aber dennoch nicht billig anmutet.

Die kurze Probefahrt mit dem Kia Optima Sportswagon fand 4 Tage vorher statt und hat die Messlatte sehr hoch gelegt. Der 2,0l Motor entwickelt bei Bedarf eine ganz brauchbaren Sound und passenden Vortrieb. Im normalen Hybrid-Modus ist er fast nicht zu hören und seine Aktivität bei meine Ohren nur am Display zu erkennen. Die Innenausstattung liefert mit Abstand die beste Qualität, sowohl bei der Materialverwendung als auch der Verarbeitung. Die Ausstattung im besseren Model bietet viele Dinge wie: Abstandstempomat, Spurhalteassistent, Notbremsen vor Hinternissen, 90° und paralleles Einparken und viele weitere Sachen.

Als besonderes Highlight unterstützt Kia den gewerblichen Käufer mit durchaus brauchbaren Rabatten. Zum Glück kannte ich sowohl den Geschäftsführer als auch den Verkäufer seit vielen Jahren von einem anderen Autohaus, welches ich früher als Kunden hatte, was mir die Möglichkeit eröffnete, diesen Wagen, dessen Auslieferung erst seit einigen Tagen begonnen hat, bei einem entfernten Händler zu Testen und genau diesen neuen Wagen, der eigentlich kein Vorführwagen war, auch zu kaufen. Somit konnte ich mein derzeitiges Problem lösen, einen fahrbaren Untersatz sofort zu bekommen. Normalerweise sind Lieferzeiten von 3-5 Monaten zu erwarten.

Gestern konnte ich den Wagen dann abholen und das Abenteuer Elektromobilität starten. Schnell sind die ersten 40Km auf den Asphalt gelegt, da rollen wir beide auf den heimischen Hof und zum ersten Mal muss ich mich mit dem Vorgang des Ladens auseinander setzen. Da ich vor unserer Reise mit dem WoMo die Vorrangschaltung verändert hatte, lag das Stromkabel vom Test noch im Hof, woran ich das mitgelieferte Ladekabel schnell anklemmen konnte. Den Rest des Abends verbrachte ich erneut am Rechner, um nach sinnvollen Lösungen zum Laden zu suchen. Jeden Abend das Kabel aus dem Kofferraum zu holen und dann vor jeder Fahrt wieder einzupacken, um auch unterwegs laden zu können, erschien mir nicht wirklich komfortabel.

Die Nacht wird länger und die Augen größer, denn so eine Ladestation geht ganz schön ins Geld. Von 80€ für einen Bausatz ohne Kabel und Gehäuse bis einige tausend Euro ist alles zu bekommen. Weitere Recherchen machen klar, es hängt vom Auto ab, welcher Ladestrom verwertet werden kann. Zudem ist in privaten Haushalten eine durchaus tragende Grenze der Ladeleistung per Gesetzgeber festgelegt. Um Zeit für weitere Recherchen zu erhalten, muss aber dennoch was anderes als lose Kabel im Hof her.

Der heutige tag stand also ganz im Sinne des Ladens und eine Außensteckdose für 230V und 400V war das Ergebnis. Es gibt nämlich durchaus preiswerte Ladestationen, die mit einem Stecker für „Drehstrom“ ausgestattet sind. Die persönliche Neugier über den zukünftigen Stromverbrauch, hat auch eine passenden Stromzähler seinen Weg in die Leitung finden lassen.

Parallel zur Lademöglichkeit im eigenen Hof, muss auch geklärt werden, wie so ein Stromfresser unterwegs sein Lebenselixier bekommt. Mit zwei recht großen Roaming-Anbietern ist ein nicht unbeachtlichen Netz von Stromspendern abgedeckt. Meine anfängliche Wahl fiel auf PlugSurfing und NewMotion.  Beide bieten eine kostenlose App zur Aktivieren der kompatiblen Säulen und eine alternative Aktivierungskarte. PlugSurfing kalkuliert direkt mit dem Anbieter, währen NewMotion zusätzlich pro Ladevorgang 0,35€ aufschlägt. Dafür ist die Karte von NewMotion kostenlos, die bei PlugSurfing knapp 10€ kostet. Vor Ort wird es sicher sinnvoll sein, in der jeweiligen App zu vergleichen, welcher Tarif der bessere ist, sofern beide Anbieter überhaupt verwendbar sind. Insellösungen, wie im Limburg, wo derzeit noch ausschließlich mit eigenen Karten geladen werden kann, bringen sicher auch in anderen Städten den Puls in Schwung.

Als erstes richtiges Abenteuer stellt sich bereits die Abholung meiner Süßen am Frankfurter Flughafen heraus. Dort gibt es im Fraport und P2 die Möglichkeit, seinen Wagen zu laden. Der Strom ist zwar umsonst, aber das Parken kostet im P2 die erste Stunde 5€ und ab der 2. Stunde 28€ für 24h. Im Fraport wird zwar jeweils 5€ Pro Stunde berechnet, aber es gibt nur 2 Parkplätze, die wie auch im P2, häufig von anderen Autos zugeparkt sind. Etwa 1,6km vom Terminal 1 entfernt gib es einen kostenlosen Parkplatz, wo dann aber der Strom mit 0,31€/Kw berechnet wird. Hier könnte man zu Fuß ins T2 laufen, um dann mit dem Bus oder Schwebebahn zum T1 zu gelangen.

Als Alternative bleibt natürlich die mögliche Reichweite der Batterie zu nutzen und dann mit Benzin weiter zu fahren. Aber mal ehrlich, wo bleibt da der Sportsgeist. :D